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Kurse, Touren & Reisen

Zeitraum von - bis
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Art
Aktivität / Sportart

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Öffi-Tour: Trenchtling Überschreitung
Geführte Öffi-Wanderung über den Trenchtling. Das Besondere daran: Der Weg führt uns über den Edelweißboden!

Anreise

Wir treffen uns um 6:10 Uhr bei den Kassenautomaten am Wiener Hauptbahnhof. Dadurch haben wir 15 min Zeit um die Fahrkarten zu kaufen und uns klar zu werden, ob wir alles mithaben.

Unser Zug fährt um 6:25 nach Bruck/Mur ab. Wir sind 8 Personen und teilen uns auf zwei 6er Abteile auf.

Die Zeit bis zur Ankunft in Bruck/Mur nutzen wir um frühzustücken, uns kennenzulernen und ich gehe mit allen die Eckpunkte der heutigen Tour durch.

In Bruck an der Mur steigen wir um 8:13 Uhr aus dem Zug aus und in das vorbestellte Taxi ein. Unter der Woche fährt ein Linienbus nach Tragöss, aber nicht am Wochenende. Indem wir mit dem Taxi gleich zum Gasthaus Hiaslegg hinauffahren, sparen wir uns den Aufstieg durch den Wald von Tragöss hinauf.

Etwa um 9:00 Uhr gehen wir schließlich los, nachdem sich alle justiert haben.

Edelweissboden

Vom Gasthaus Hiaslegg gehen wir an der Schranke vorbei den Forstweg bergauf. Wir bleiben relativ lange auf der Schotterstraße. Der Wanderweg kürzt die Serpentinen immer wieder ab, bis wir schließlich den Forstweg hinter uns lassen und nur mehr am gut markierten und viel begangenen Weg bleiben.

Recht bald nach dem Weggehen sehen wir hohe Felsen aufragen. Der Gipfel des Trentchling, der Hochturm, ist da jedenfalls noch lange nicht zu sehen. Man sieht dadurch aber schön wie weit es noch hinauf ist.

Bis kurz vor den eigentlichen Edelweißboden brauchen wir 1,5h. An der ersten Stelle, an der Edelweiß großflächig wachsen, rasten wir.

Nach der 30-minütigen Rast geht es flacher als bisher weiter, aber immer noch stetig bergauf.

Wir sind jetzt schon so hoch, dass wir immer wieder schöne Ausblicke auf Hochschwabmassiv nördlich und Ennstaler Alpen südlich von uns genießen können.


Hochturm

Bis zur Großwand gehen wir über Almenlandschaft fast immer bergauf. Den Gipfel des Hochturm sehen wir in dieser Zeit nicht. Der kommt erst sehr spät, nach einem kurzen Abstieg und der erklommenen Gegensteigung in Sicht, wenn wir den felsigen Teil der Tour schon erreicht haben.

Es gibt prinzipiell drei Wege auf den Gipfel: Zwei sind unmarkierte Jägersteige, nur der mittlere, der direkt von Süden heraufführt ist markiert. Dieser ist der leichteste Anstieg.

Um es kurz zu machen: Ich übersehe die Abzweigung wo sich markierter Weg und unmarkierter Weg trennen. Ich sage ja immer "Nur keine Höhenmeter verschenken!". Vielleicht halten wir uns deshalb zu weit rechts und können so auf den unmarkierten Zustieg.

Ich bemerke meinen Irrtum erst spät. Die Markierungen haben mir nicht gefehlt, weil der Pfad sehr schön erkennbar war. Erst als die Stellen ausgesetzt, schmal und zu einer leichten Kletterei werden, wird mir mein Navigationsfehler bewusst.

Nach kurzer Rückfrage, ob sich alle hier wohl fühlen, gehen wir weiter. Es gibt eine Scharte, die recht schmal, aber nicht besonders lang ist. Am Schluss kommen ein paar Meter Kletterstellen, an denen wir mit beiden Händen an den Fels greifen.

Das Gefühl diesen Gipfel erobert zu haben ist jetzt nach dieser kurzen Herausforderung noch intensiver und wohlverdient!

Prinzipiell liegen wir gut in der Zeit (vom Hiaslegg haben wir inkl. Pausen etwas mehr als 3,5h bis zum Gipfel benötigt) und machen knapp unter dem Gipfelkreuz eine halbe Stunde Rast.

Das Wetter schaut zwar nach Gewitter aus, aber noch nicht unmittelbar. Mir fällt damit eine Sorge weg, da wir ab jetzt alternative Fluchtmöglichkeiten haben. Bisher war die Fluchtroute im Wesentlichen auf Umkehren beschränkt.

Nach 1h kommen wir vom Gipfel aus beim Lamingsattel an und ich passe genau auf, dass wir die richtige Abzweigung wählen: Es gibt den Weg nach Süden zur Handlalm, einen Steig nach Norden und unseren Weg dazwischen zur Leobner Hütte. 20min dauert es vom Lamingsattel bis zur Hütte.
 

Leobner Hütte

Bei der Leobner Hütte holen wir uns alle etwas zu Essen und zu Trinken. Den anstrengenden Teil des Tages haben wir jetzt hinter uns.

Ich persönlich finde ja Höhlen und Stollen aufregend. Nicht so sehr, dass ich jetzt bei einem Höhlenforschungsverein wäre und einen eigenen Schlatz besitzen würde, aber halt aufregend. Da die Leobner Hütte früher einmal ein Knappenhaus war, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass mehrere Stollen um die Leobner Hütte herum in den Berg getrieben sind. Einer davon wird z.B. als Kühlkammer genutzt.

Als wir Richtung Präbichl Passhöhe absteigen, kommen wir an mehreren alten Stolleneingängen vorbei. Ich habe extra meine Stirnlampe mitgenommen, falls einer der Teilnehmer Lust hat einen zu betreten. Keiner teilt auch nur ansatzweise meine Euphorie ins Dunkle abzusteigen. Ich bin etwas enttäuscht.

Beim Erreichen der Talstation der Materialseilbahn der Leobner Hütte, beginnt es zu regnen. Blitz und Donner begleiten uns bis hierher schon einige Zeit, insofern sind wir nicht wirklich überrascht.
 

Heimreise

Wir setzen uns gegenüber der Busstation unter das Vordach eines geschlossenen Gasthauses, weil der Regen jetzt wirklich stark ist. Da es nicht kalt ist, ist es aber nicht ungemütlich.

Der Bus kommt planmäßig um 17:25 Uhr und bringt uns nach Leoben. Am Bahnhof in Leoben gibt es einen Spar, der offen hat. Das ist ein hochwillkommener Umstand, um sich mit einer kleinen Stärkung für die Heimfahrt zu rüsten.

Zeitlich geht sich das problemlos aus, bis der Zug kommt.

Um 20:35 Uhr sind wir schließlich wieder am Hauptbahnhof in Wien.


Fazit

Beste Zeit: Juli, weil da das Edelweiß blüht.

Öffentliche Anreise nach Tragöss nur unter der Woche möglich. Am Wochenende muss man mit einem Taxi fahren. Hier zahlt es sich aus, wenn sich die Kosten mehrere Leute teilen können.





Martin Heppner
Übungsleiter Bergwandern und Übungsleiter Schneeschuhwandern
Im Verein seit: 2012
Geboren und aufgewachsen in Klagenfurt, lebt jetzt in Wien

Im Frühjahr 2015 hat er sein Auto verkauft und ist seither mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Touren unterwegs. Darüber bloggt er beim Alpenverein Edelweiss.

In seiner Kindheit haben ihn seine Eltern oft in Kärnten, Slowenien und Italien zum Wandern mitgenommen. Durch den Abstand der Jahre verklärt, kann er sich nur mehr an die schönen Momente in den Bergen erinnern. Deshalb schleppt er jetzt seine eigenen Kinder ab und zu mit in die Wiener Hausberge.

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